Kommentar zur Bundeswehr: Hart am Limit

Deutsche Soldaten sollen bald in Aufklärungsflugzeugen den Luftraum über der Türkei überwachen. Ob die Truppe für alle Aufgaben gerüstet ist, darf bezweifelt werden. Ein Kommentar unseres Korrespondenten Stefan Vetter.

Lesen Sie dazu auch: Krisenkommando Bundeswehr: Abmarsch in den roten Bereich?

Sie sind im Kosovo stationiert, in Mali und am Horn von Afrika. Erst vor wenigen Tagen wurde der Afghanistan-Einsatz verlängert. Und demnächst sollen deutsche Soldaten auch im Rahmen des Syrienkonflikts mehr Präsenz zeigen als bislang geplant. Und dann sind da ja auch noch die Flüchtlinge, um die sich Tausende Bundeswehrangehörige an der „Heimatfront“ kümmern. Ist die Truppe für all diese Herausforderungen gerüstet? Man muss kein Militärexperte sein, um daran Zweifel zu haben.

Die wachsende internationale Verantwortung der Bundeswehr steht klar im Widerspruch zu ihren Ausrüstungsmängeln und personellen Engpässen. Kampfflugzeuge, die nicht fliegen, Gewehre, die zweifelhaft schießen, und betagte Transportmaschinen, die wegen eklatanter Defizite im Beschaffungswesen weiter ihren Dienst verrichten müssen.

Kein Wunder also, dass der Wehrbeauftragte und der Bundeswehrverband wieder Alarm schlagen. Die Truppe ist hart am Limit. Wenn sie allen politisch verordneten Anforderungen genügen soll, dann muss das auch finanzielle Konsequenzen haben. An einer Aufstockung und besserer Ausrüstung führt kein Weg vorbei.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.