Kommentar zur Causa Hoeneß

Daniel Göbel über den Fall Hoeneß

Nachdem die Münchener Staatsanwaltschaft gestern erklärt hatte, keine Revision im Fall Hoeneß einzulegen, wird das Urteil nun rechtskräftig. Viele Fragen bleiben trotzdem offen, meint Daniel Göbel aus der HNA-Nachrichtenredaktion.

Für Uli Hoeneß ist endgültig klar: Er muss ins Gefängnis. Nachdem nun auch die Münchener Staatsanwaltschaft erklärte, auf Revision gegen das Urteil über den einstigen Bayern-Boss zu verzichten, wird Hoeneß schon in wenigen Wochen eine Zelle in der JVA Landsberg beziehen.

Das Münchener Landgericht hatte mit seinem Urteil deutlich gemacht, dass rechtsstaatliche Spielregeln für alle gelten - auch für Prominente. Von einer Haftstrafe kann sich niemand freikaufen, auch kein Uli Hoeneß.

Nun wird das Urteil rechtskräftig, ein komisches Bauchgefühl aber bleibt. Denn wichtige Fragen sind weiter ungeklärt: Warum war Hoeneß’ Selbstanzeige so grob fehlerhaft? Wie konnten aus 3,5 Millionen Euro Steuerschulden binnen Tagen 28,5 Millionen werden? Wie viel Geld lagerte auf wie vielen Konten bei welchen Banken? Was ist dran an Spekulationen über schwarze Kassen, aus denen der FC Bayern Millionentransfers vieler Starspieler finanziert haben soll?

So ist denn eines so sicher wie die Tatsache, dass der FC Bayern deutscher Meister wird: Der Steuerfall Hoeneß wird auch in den nächsten Wochen die Gemüter erregen.

Kontakt zum Autor: dag@hna.de

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