"Bitte mehr Transparenz"

Kommentar zur Debatte um überhöhte Dispo-Kredite

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Peter Klebe

Berlin. Die Stiftung Warentest kritisiert die Kosten für Dispositionskredite. Laut einer Erhebung sind die Zinsen dafür noch immer sehr hoch. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteur Peter Klebe.

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Es sind Konditionen, von denen Sparer nur träumen können und die dem Kreditnehmer die Zornesröte ins Gesicht treiben. 11,31 Prozent Zinsen verlangen Banken und Sparkassen im Durchschnitt für den Dispositionskredit. Dass die Kredite ungesichert und für die Institute daher ein Risiko seien, ist ein Argument, das nur bedingt zieht. Zum einen werden Dispos oft nur bei regelmäßigem Geldeingang gewährt, zum anderen ist die Quote derer, die das Geld schuldig bleiben, äußerst gering.

E-Mail an den Autor: kle@hna.de

Dass Banken wie alle Unternehmen verdienen wollen, ist nicht zu kritisieren. Wohl aber die Spanne zwischen dem Satz, zu dem sie Geld verleihen und dem, zu dem sie es bekommen. Da ist die harsche Kritik der Stiftung Warentest nicht unbegründet. Der Rat, Dispositionskredite nur im Notfall zu nutzen, geht ins Leere. Gerade Menschen mit wenig Geld geraten bei steigenden Energiekosten schnell in die Schuldenfalle und sind dann durch horrende Aufschläge gestraft.

Eine gute Maßnahme im Interesse der Verbraucher wäre mehr Transparenz. Dass manche Banken ihre Zinssätze nicht auf Anhieb nennen und diese auch in den Preisaushängen nur schwer zu finden sind, hat mit Kundenfreundlichkeit nichts zu tun. Das ließe sich mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Vergleichsportal ändern.

Von Peter Klebe

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