Kommentar zum deutsch-französischen Krisenmanagement: Endlich Blick nach vorn

Deutschland und Frankreich machen Druck bei der angestrebten Stabilisierung der Euro-Zone. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verständigten sich auf Vorschläge für ein besseres Krisenmanagement. Ein Lichtblick, mein HNA-Politikchef Tibor Pésza.

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Deutschland und Frankreich gehen gemeinsam voran. Dies entspricht dem Gewicht und der Verantwortung beider Länder in Europa. Es ist ein starkes Zeichen dafür, dass die führenden Politiker der Eurozone nicht nur unter dem Druck der Verhältnisse immer kurzatmiger reagieren, sondern endlich wieder das Steuer in die Hand nehmen und ihren Kurs selbst bestimmen. Noch erscheinen manche Ankündigungen Nicolas Sarkozys und Angela Merkels etwas wolkig. Doch die Bundeskanzlerin hat sicher Recht, dass die europäische Schuldenkrise, die in jahrelanger Fehlentwicklung entstanden ist, nicht mit einem Paukenschlag behoben werden kann. Die Maßnahmen, die Merkel und Sarkozy konkret angekündigt haben, dürften das Vertrauen in die Eurozone aber wieder festigen.

HNA-Politikchef Tibor Pésza (tpa@hna.de)

Gemeinsame Wirtschaftspolitik, Finanztransaktionssteuer, Eingriffsrecht der Kommission in die Haushaltsführung von Problemländern, Schuldenbremsen in den Verfassungen, ja sogar die Selbstverpflichtung, Schulden abzubauen – all dies ist geeignet, dem Ziel näher zu kommen: einer einheitlichen europäischen Stabilitätspolitik. Nun muss Europa zeigen, was es kann und was es will. Auch das macht den Reiz des deutsch-französischen Vorstoßes aus: Jedes Land kann und muss nun selbst zeigen, wie ernst es ihm mit der Gemeinschaft ist. Es gibt sie nicht umsonst. Es gibt keine Garantien. Aber wenigstens wieder eine Perspektive.

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