Kommentar zu Digitalen Agenda: "In Wahrheit viel zu spät"

Martina Hummel

Auf 36 Seiten hat die Bundesregierung aufgeschrieben, wie sie mit der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft umgehen will. Vieles der Digitalen Agenda für die Jahre ist noch vage. Ein Kommentar von Martina Hummel.

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Gelöst wird mit der Digitalen Agenda kein einziges Problem: weder der Datenschutz noch die IT-Sicherheit und schon gar nicht die Versorgung mit schnellem Internet in ländlichen Gebieten. Das alles kostet Geld, das die Telekommunikationsunternehmen nicht ohne entsprechende Förderung ausgeben werden. Denn bis das verbuddelte Geld auf dem Weg zum Kunden verdient ist, vergehen Jahre.

In Wahrheit kommt die ganze Digitale Agenda Jahre zu spät. Nur ein Fünftel der ländlichen Regionen in Deutschland verfügt über einen Internetstandard, der in größeren Städten die Regel ist. In den ländlichen Regionen sitzen aber nicht nur Privatleute, die in ihrem Wohnzimmer ein digitalisiertes Heimkino ruckelfrei betreiben wollen, sondern mittelständische Unternehmer, die sich mit ihren Mitarbeitern dem internationalen Wettbewerb stellen müssen.

Würde das Paket nun umgesetzt, könnte es einen echten Mehrwert für die Bevölkerung und die ländlichen Unternehmen bringen. Doch dafür steht das Programm finanziell auf zu wackeligen Beinen - und der Weg, um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, ist weit.

Mail an die Autorin: mwe@hna.de

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