Es dauert alles zu lange

Kommentar zur Ebola-Hilfe: "Besser spät als nie"

Petra Wettlaufer-Pohl über die Ebola-Hilfe

Rund 5000 deutsche Soldaten und Zivilisten haben sich gemeldet, um als Freiwillige in den von Ebola geplagten Ländern zu helfen. Eine tolle Zahl, doch funktioniert die Hilfe wirklich? Ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl.

Es dauert alles zu lange, beklagen die Helfer in Westafrika, die Unterstützung komme für viele zu spät. Sie haben nicht einmal genügend Fieberthermometer dort, Tausende sterben fast unbeachtet einen jämmerlichen Tod.

In Europa und den USA hingegen ist jeder Infizierte noch eine Schlagzeile wert. Manch einer bekommt es mit der Angst, nach dem Motto: Das Virus ist jetzt schon unter uns.

Die Helfer in Afrika muss das erzürnen. Denn während sie auf so etwas Simples wie Fieberthermometer warten, werden die nach Europa gebrachten Infizierten in hochmodernen Kliniken versorgt. In Kliniken, in denen es an nichts fehlt. In denen unter besten hygienischen Bedingungen medizinisch geschultes Personal professionell seinen Dienst tut. Wir müssen hier kaum Angst vor Ebola haben.

Helfen muss der Westen in Afrika. Er tut dies jetzt auch, mit zivilem Personal, mit militärischen Kräften. Besser spät als nie. Insofern sind die 5000 Freiwilligen, die sich jetzt gemeldet haben, ein kleines Zeichen dafür, dass die Katastrophe dort hier nicht vergessen wird.

E-Mail an die Autorin: wet@hna.de

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