Zeichen stehen auf "Dunkelrot"

Kommentar zur Schuldnerampel: Eine Frage der Bildung

Petra Wettlaufer-Pohl über die hohe Zahl verschuldeter Verbraucher

Immer mehr Verbraucher sind verschuldet. Kenntnisse über den Umgang mit Geld müssen in der Schule stärker vermittelt werden, meint HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Was Sparer ärgert, lässt Konsumfreudige jubeln: Die Zinsen sind niedrig wie nie, nicht wenige Läden werben gar mit Null-Prozent-Finanzierung beim Kauf alltäglicher Gütern. Wer kommt da nicht in Versuchung?

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Doch selbst wenn man gar keine Zinsen zahlen muss – die Tilgung der Kreditsumme bleibt. Und wenn gleich mehrfach im Monat Raten fällig sind, verlieren viele schnell den Überblick. Auch noch an die Zukunft, sprich das Alter zu denken, ist dann nicht mehr drin.

Nun ist es müßig, über die Konsumgesellschaft oder verführerische Angebote von Supermärkten und Online-Shops zu lamentieren. Daran wird man nichts ändern. Wichtig ist vielmehr, dass schon junge Menschen lernen, wie man mit Geld umgeht. Wenn mehr als die Hälfte der Erwachsenen hier Defizite bekennt, ist das schockierend.

Da die Familie nicht immer als Vorbild taugt, sollte die Schule der Ort sein, an dem man über Finanzen spricht. Denn was hilft es, wenn die Globalisierung der Wirtschaft auf dem Stundenplan steht, Jugendliche aber nicht wissen, warum schon die Handyrechnungen sie ruinieren können.

E-Mail an den Autor: wet@hna.de

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