Kommentar zur Einigung zwischen K+S und BUND: Spannende Zeiten

Wolfgang Riek zu außergerichtlichen Vergleichsverhandlungen über die umstrittene Salzabwasserentsorgung im Werrarevier

Listening tour nannte K+S die Zuhören-Rundreise des neuen Vorstandschefs Burkhard Lohr, der zum Start im persönlichen Kontakt möglichst viele Stimmen zum Kali-Bergbau sammeln wollte. Offenheit, die man so nicht gewohnt war, dazu Lohrs Ansage, „Investition in Innovation und Forschung sind wichtig, weil man sonst den Stillstand verwaltet“, fruchteten rasch.

So unverkrampft wie Lohr den Kritikern der im Kern 100 Jahre alten K+S-Abwasserentsorgung Gespräche anbot, so pragmatisch griff der BUND auf Hessen- und Bundesebene zu: Versenkmengen im Vergleichsweg weiter zu reduzieren, das hielten die Umweltschützer für vernünftiger als gegen ungeliebte Genehmigungen zu klagen und nach Jahren schlimmstens gar nichts gewonnen zu haben.

Damit ist eine Baustelle an der Werra abgeräumt. Andere bleiben. Sehr viel komplizierter als die Einigung mit dem BUND ist der Fall Gerstungen.

Dass überall Hohlräume liegen, die anstelle der bisherigen Versenkung weniger riskant mit Salzlauge zu fluten sind, ist ins K+S-Entsorgungskonzept mit eingebaut. Auch über die Abfallgebirge an der Werra hat Lohr schon nachgedacht. Ein Wettbewerb im Netz soll Verwertungsideen sammeln. Spannende Zeiten, hoffentlich auch bessere für die Umwelt. wrk@hna.de

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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