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Einigung zwischen Gerstungen und K+S: "Weg der Vernunft"

Das Bild von David gegen Goliath an der Werra wurde oft bemüht: Ein Dorf versucht aus Sorge um sein Trinkwasser, einen Dax-Konzern über Jahre von riskanten Abfallbeseitigungsmethoden abzubringen.

Weder Verwaltungsrichter noch Strafanzeigen, weder Runder Tisch noch Politik helfen dabei, wie in Gerstungen erhofft.

Nun der Vergleich: Mit Fanfaren feiern wird man ihn nicht. Vernünftig kann er mit Blick auf die frustrierende Vorgeschichte und den Stand der Dinge dennoch sein. Das Versenken von Kali-Abwässern wird nach 100 Jahren 2021 endgültig beerdigt. Spät genug, aber spätestens die Produktionsstopps 2016/17 haben auch den letzten Weiter-so-Befürwortern klargemacht, dass die alte Entsorgungspolitik so nicht weitergeht. Risiken für Grund- und Trinkwasser sind 2021 nicht automatisch ausgeknipst. Der Untergrund reagiert langsam.

Doch Gerstungen hat, falls der Vertrag mit K+S hält, was er verspricht, ein Millionen-Faustpfand in der Hinterhand. Und die berechtigte Aussicht, wenigstens sein Trinkwasserproblem zu lösen, Salz hin, Salz her.

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