Kommentar zur Entführung des EgyptAir-Flugzeugs: Nerven gegen Restrisiko

Wolfgang Riek über das glückliche Ende auf Zypern

Alles, aber wirklich alles auspacken, von Polizei und Sprengstoffhunden untersuchen lassen. Anschließend alle ausziehen und in Overalls stecken, die die Airline ausgibt. Im Flieger dann Sicherheitsbügel quer über den Sitzen, aus denen nur Mitglieder der Crew Passagiere freischließen können. Hört sich abenteuerlich an, viel zu teuer und zeitaufwendig, könnte theoretisch aber helfen, das Risiko weiter zu senken, im Flugzeug entführt zu werden.

Das Restrisiko fährt im Auto mit, im Zug, auf hoher See. Es bleibt uns bedauerlicherweise auch beim Fliegen. Falls ägyptische Sicherheitsbehörden tatsächlich den Entführer des Airbus 320 mit der Attrappe eines Sprengstoffgürtels an Bord gelassen haben, wäre das allerdings ein überflüssiges Restrisiko, sprich Schlamperei.

Zum Glück haben die Besatzungsmitglieder sehr viel professioneller gehandelt als ihre Kollegen am Boden. Über Stunden verhandelten sie das Flugzeug leer - erst alle Passagiere raus, dann die Crew. Wer sich das angesichts einer Bombendrohung traut, hat Nerven wie Drahtseile und psychologischen Verstand. Das hilft auch gegen Restrisiko, zumindest half es hier.

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