Man wird die Bilder nicht los

Kommentar zu den Enthauptungen durch die IS-Miliz: Barbarischer Blutrausch

Wolfgang Blieffert über die Taten islamistischer Extremisten

Terror ohne Ende: Diesmal enthaupteten islamistische Extremisten einen französischen Bergführer in Algerien. Dazu ein Kommentar unseres Redakteurs Wolfgang Blieffert.

Man wird die Bilder nicht los. Der amerikanische Journalist James Foley kniet im Wüstensand, die Hände auf dem Rücken zusammengebunden. In Todesangst presst er die Lippen zusammen, weil er weiß, was der Maskierte mit dem Messer hinter ihm gleich tun wird. Wer vor wenigen Wochen in England urlaubte, konnte diese Fotos auf nahezu allen Titelseiten sehen.

In Deutschland ist darauf verzichtet worden, weil sich hier weitgehend die Meinung durchsetzte, man dürfe sich durch Propagandavideos der Terroristen des „Islamischen Staates“ nicht instrumentalisieren lassen. Deshalb zeigen wir auch keine Fotos von der Enthauptung der französischen Geisel Herve Gourdel in Algerien.

Auch ohne sie nimmt die freie Welt erschreckt zur Kenntnis, dass die Mörder im Irak, in Syrien und nun in Algerien sich als Internationale eines extremistischen Islamismus’ begreifen. Schon drohen Terroristen der Gruppe Abu Sayyaf auf den Philippinen damit, zwei entführte Deutsche zu töten, wenn die Bundesregierung weiter den Kampf gegen die IS-Milizen unterstützt.

Dieser Kampf aber ist unausweichlich. Er wird der freien Welt aufgezwungen von einer Armee verblendeter Fanatiker, die sich zwar auf den Koran berufen, in Wirklichkeit aber nur einen archaischen Blutrausch ausleben. Solchen Mördern muss entgegengetreten werden, wenn verschiedene Religionen und Kulturen friedlich miteinander leben sollen. Auch wenn dieser Kampf neue Opfer fordern wird.

Kontakt zum Autor: bli@hna.de

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