Kommentar zur Entlastung der Steuerzahler: Schäubles Paukenschlag

Dank Milliarden-Mehreinnahmen will die große Koalition die Arbeitnehmer schon 2016 bei der Steuer entlasten. Ein Kommentar von unserem Korrespondenten Stefan Vetter.

Wolfgang Schäuble ist immer für eine Überraschung gut. Bei der Steuerschätzung im November hatte der Kassenwart scheinbar wie aus dem Nichts ein milliardenschweres Konjunkturprogramm angekündigt. Und nun, da die Experten ihre Einnahmeprognosen für die öffentliche Hand nach oben korrigiert haben, sagt Schäuble eine steuerliche Entlastung der Bürger zu. Das ist wahrlich ein Paukenschlag.

Konkret geht es um den Abbau der so genannten kalten Progression, ein unliebsamer Effekt, der dazu führt, dass Lohnzuwächse durch höhere Steuerbelastungen zum großen Teil aufgezehrt werden.

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Nicht nur, dass der Finanzminister einen Einstieg in die Entlastung wagt. Er will zudem dafür sorgen, dass die kalte Progression auch künftig nicht mehr zuschlägt. Und den Konflikt um die Finanzierung der Steuerentlastung für Alleinstehende entschärft er gleich noch mit. Hut ab – der Mann hat verstanden. Angesichts der prächtigen Kassenlage wäre es allerdings auch nicht mehr schlüssig zu erklären gewesen, warum sich der Staat auf Kosten von Lohnsteigerungen eine goldene Nase verdient.

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