Kommentar: Holger Schindler über den Bürgerentscheid

Hallenbad für Niestetal: Kritische Begleitung nützlich

Das Votum der Niestetaler Bürger ist überraschend klar ausgefallen. 81,2 Prozent der Wähler wollen weiter ein Schwimmbad in Niestetal haben.

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Gründe für das eindeutige Ergebnis gibt es mehrere. Ein wichtiger ist, dass die SPD mit der DLRG einen jungen und sehr aktiven Partner an ihrer Seite hatte. Der Verein kämpfte ums Überleben - schließlich ist er auf Badewasser angewiesen. Viele junge DLRG-Mitglieder warben für das Projekt, so etwas ist überzeugender, als wenn Parteifunktionäre Argumente vorbringen. Auch die Erholung bei SMA dürfte eine Rolle gespielt haben: Die existenzielle Krise des größten Niestetaler Steuerzahlers scheint vorbei, das lässt auf wieder höhere Gewerbesteuern hoffen.

Die CDU-Ankündigung zwei Tage vor dem Urnengang, die Wahl wegen angeblicher Informationsdefizite anfechten zu wollen, hat bei den Niestetalern nicht verfangen. 3699 Bürger gaben ihre Stimmen ab, einige vermutlich mit einem „Jetzt erst recht“. Die Union sollte sich gut überlegen, ob sie den Schritt wirklich gehen will. Eine kritische Begleitung des Projekts könnte für beide Seiten viel nützlicher sein.

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