Kommentar zum EU-Arbeitsmarkt: Reformen sind nötig

Detlef Drewes über den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

Eine soziale Zeitbombe tickt: 25 Millionen EU-Bürger sind ohne Arbeit. Ein Kommentar zum EU-Beschäftigungsgipfel von Detlef Drewes.

Es mag ja sein, dass die EU-Mitgliedstaaten den Appell, sie sollten sich an Deutschland orientieren, nicht mehr hören können. Dann dürfen sie gerne nach Spanien sehen: Das Land ist durch seine tiefste Krise gegangen, gehört nach wie vor zu den Sorgenkindern der Union.

Aber schon für 2015 prophezeit die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit den Spaniern den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit aller westlichen Industriestaaten. Dieses Beispiel gehört zum EU-Beschäftigungsgipfel dazu. Denn es ist einfach falsch, weiter auf staatliche Neuverschuldung oder auf das Hinauszögern von Reformen zu setzen. Dass diese weh tun, steht außer Frage.

Das war in Spanien nicht anders als in Deutschland, Lettland oder anderen EU-Ländern, wo man die Strukturen so umgebaut hat, dass die Wirtschaft in der Lage war, auch in einer weltweiten Krise verhältnismäßig stabil zu überleben.

Dieser Umbau des Staates kann durch Programme der Gemeinschaft begleitet und unterstützt werden, um zu verhindern, dass Millionen junger Menschen und erfahrener Arbeitnehmer ohne Arbeit dastehen. Aber ersetzen können die Milliarden aus Brüssel die Modernisierung des Staates nicht.

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