Kommentar zu EU-Gipfel und Kindergeld: Sinnvoller Einschnitt

Der Aufschrei wird groß sein. Schließlich gehört das Kindergeld zu den besonders sensiblen staatlichen Leistungen.

Ausgerechnet in diesem Punkt die bisher gebotene Nichtdiskriminierung ausländischer Arbeitnehmer gegenüber Einheimischen zu beenden, ist ein gravierender Einschnitt.

Aber er ist sinnvoll. Schließlich will der Staat mit seiner Unterstützung zumindest zum Teil jene Mehraufwendungen auffangen, die Eltern für ihren Nachwuchs zu tragen haben. Wenn man sich nun daransetzt, eine Art Index für das Niveau der Lebenshaltungskosten in den einzelnen Mitgliedstaaten zu erstellen, um dann die familienpolitischen Zuwendungen daran zu messen, erscheint das nachvollziehbar. Kindergeld ist kein Bestandteil des Einkommens, es ist eine Hilfe und Beteiligung der Solidargemeinschaft an den Kosten, die für die Erziehung der nächsten Generation anfallen.

Trotzdem werden die Einschnitte den Betroffenen wehtun. Aber das liegt wohl nicht in jedem Fall daran, dass für die Kinder, die in der Heimat leben, die Zahlungen geringer ausfallen. Viel mehr dürften die Begradigungen ins Gewicht fallen, die man bei der Gelegenheit grundsätzlich bei der Besteuerung vornimmt. Sie betreffen Grenzgänger oder auch Saisonarbeiter. Da gibt es Schieflagen, die man sich nun bei der Gelegenheit vornehmen dürfte.

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