Kommentar zum Eurogruppen-Treffen: Kompromiss für alle

Überraschend schnell haben sich Griechenland und die Euro-Partner im Schuldenstreit geeinigt. Ein Kommentar von unserem Brüssel-Korrespondenten Detlef Drewes.

Um jeder Legendenbildung vorzubeugen: Dieser Kompromiss von Brüsselkennt keinen Verlierer, aber jede Menge Gewinner. Die neue Regierung in Athen darf überleben – dank ihrer Freunde aus der Währungsunion, die zahlreiche Ungeschicklichkeiten und Pannen der ersten Wochen wegzustecken bereit waren. Und die dennoch wieder tief in die eigene Tasche griffen. Das sollten diejenigen wissen, die mit unflätigen Angriffen nicht zuletzt auf die deutsche Kanzlerin auf den Athener Straßen Stimmung zu machen versuchten. Der eigentliche Gewinner aber ist die Euro-Gruppe, die zwar heftig ringen musste, am Ende aber eben doch eine Einigung auf den Weg brachte.

Denn zu den Grundwahrheiten dieser Währungsunion gehört die Erkenntnis, dass kein Mitglied aus der Reihe tanzen darf, wenn alle zusammen und miteinander wachsen wollen. Die innenpolitischen Reformen, die die Mehrheit der Finanzminister von ihrem griechischen Kollegen einforderte, sind kein Instrument der Unterdrückung, sondern der Garant für alles, was diese neue Regierung unter der Akropolis den Bürgern ihres Landes versprochen hat. Weil nur durch diese Umbauten Jobs geschaffen, Löhne erwirtschaftet und Staatseinnahmen erzeugt werden.

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