Kommentar zum Fall Henri: "Es muss sich was ändern"

HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl über den Fall Henri.

Diskussionen über Behinderte in der Schule geraten oft zu Schwarz-Weiß-Debatten. Die eine Seite pocht auf die UN-Behindertenrechtskonvention und darauf, dass Behinderte das Menschenrecht hätten, mit allen anderen Kindern zu lernen. Bei manchen Diskutanten hat man den Eindruck, Deutschland sei deshalb derzeit ein Unrechtsstaat.

Die anderen wollen Behinderten lieber die geschützte Förderschule gewähren oder sie haben Angst um das Fortkommen ihrer nichtbehinderten Kinder.

All dies muss Ernst genommen werden und dennoch muss sich etwas ändern. Eltern wie die von Henri sehen sich nicht als bedauernswerte Opfer eines Schicksalsschlages, denen Jeder gutgemeinte Ratschläge erteilen kann. Sie wollen ihre Kinder bestmöglich fördern und sehen in der Inklusion eine echte Chance. Sie ihnen vorzuenthalten, verbietet sich von selbst.

Doch Inklusion ist anspruchsvoll, zumindest zunächst teuer und deshalb nicht von heute auf morgen zu verwirklichen. Eine Schule, die Henri heute nicht will, würde ihn auch nicht fördern können. Das sollten auch seine Eltern einsehen. Aber so bleiben darf das nicht.

Schreiben Sie eine Email an die Autorin: wet@hna.de

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.