Kreativer Wahlkampf ersetzt Kompetenz

Kommentar zur Entwicklung der FDP: Die Partei ist am Defilibrator

Eigentlich war die FDP nach der Bundestagswahl 2013 politisch mausetot. Mit modernem Personal haben die Liberalen auch wieder Chancen, meint HNA-Korrespondent Hagen Strauß.

Eigentlich waren die Liberalen nach der Bundestagswahl 2013 politisch mausetot. Innerlich zerstritten, beim Wähler verhasst, ohne Konzept und Markenkern. Doch Parteichef Lindner hat in den letzten Monaten den Defilibrator angesetzt und die FDP mühsam zurück aus dem Jenseits geholt. Das muss man anerkennen.

Nun könnte man auch sagen, okay, der FDP fällt eigentlich nichts anderes ein, als auf junge und unverbrauchte Köpfe zu setzen, die dann möglichst noch weiblich sind. Kreativer Wahlkampf ersetzt da die inhaltliche Kompetenz. Doch damit würde man insgesamt der erneuerten FDP nicht gerecht werden - Lindner gibt sich große Mühe, aus alten Fehlern zu lernen und den Liberalismus in ein modernes Gewand zu kleiden. Und deswegen braucht man auch modernes Personal. Ob mit oder ohne Parteibuch. Jedenfalls hat die neue Riege bereits dafür gesorgt, dass man an Namen wie Rösler, Brüderle oder Westerwelle kaum mehr denkt. Auch das ist ein Erfolg.

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