HNA-Kommentar

Feiertag in Niedersachsen: Eine gute Wahl

Petra Wettlaufer-Pohl über die Feiertagsentscheidung

Den Reformationstag zum neuen Feiertag zu machen grenzt niemanden aus. Denn die Reformation ist mehr als eine religiöse Entwicklung, meint HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Ganz abgesehen von der Frage, ob neue Feiertage sinnvoll sind, der Reformationstag ist sicher keine schlechte Wahl. Spätestens das Jubiläumsjahr 2017 sollte verdeutlicht haben, dass Reformation mehr ist als Luther-Verehrung, und auch die keineswegs kritiklos gegenüber seinen antisemitischen Einstellungen. Sie ist auch mehr als rein religiöse Erneuerung. Die Reformation gehört zu unserer Kulturgeschichte, zur Regionalgeschichte der norddeutschen Länder insbesondere – unabhängig davon, welcher Religion man heute angehört oder ob überhaupt. Insofern ist es eine identitätsstiftende Wahl, von der sich keiner ausgegrenzt fühlen muss.

Auch in den neuen Bundesländern ist der Reformationstag übrigens ein gesetzlicher Feiertag. Unsinnig wäre es auch unter ganz praktischen Gesichtspunkten, wenn jedes Land sich einen anderen neuen Feiertag aussuchen würde.

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