Kommentar zu Fernbedienungs-Autoknackern: "Irritierend spurenlos"

HNA-Redakteur Wolfgang Riek

In Darmstadt hat die Polizei jetzt einen 36-Jährigen festgenommen, der mit einem Funkgerät dafür gesorgt haben soll, dass Auto-Zentralverriegelungen reihenweise nicht wirklich verriegelten. Waren Autofahrer dann verschwunden, soll er die Pkw leergeräumt haben. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Riek.

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Kein Zweifel – die Zahl der Autodiebstähle ist über Jahre rückläufig: Über 100 000 gestohlene Pkw meldeten die Versicherer 1993 – mit ihren letzten Zahlen für 2012 ist die Branche bei 18 000 gelandet. Als eher riskantes Pflaster sehen Versicherer Berlin, Hamburg und Brandenburg. Hingegen rangieren Hessen und Niedersachsen im Mittelfeld, was Autodiebstähle angeht.

Kein Grund zur Panik, dürften Statistiker sagen. Dass ein bisschen illegale Technik aus dem Internet aber moderne Schließsysteme einfach lahmlegt, irritiert da umso mehr.Man ahnt, was Experten bestätigen: Autoknacker sind immer weniger Gelegenheitstäter, sondern zunehmend spezialisierte Profis. Kriminelle Experten, die oft nicht mal Spuren hinterlassen. Das wirkt störend undurchsichtig – so undurchsichtig, wie immer weitere Bereiche des Innenlebens unserer Autos. Am Horizont sehen Fachleute schon Hacker-Angriffe auf alles, was rollt.

Sie raten einstweilen zu Gegenwehr auf die gute alte Art: Nichts im Auto liegenlassen, gesundes Misstrauen gegenüber der Technik, Lenkradkralle oder Garagenplatz.

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