Kommentar zur Flexi-Rente: Kein großer Wurf

Union und SPD haben sich auf flexiblere Übergänge in die Rente geeinigt. Damit wird es möglich, länger zu arbeiten und die Bezüge zu steigern. Ein Kommentar von HNA-Korrespondent Stefan Vetter.

Die abschlagsfreie Rente mit 63 haben bisher 340 000 Arbeitnehmer beantragt. Kein Zweifel: Die Frühverrentung ist überaus attraktiv und eine Erfolgsgeschichte. Von der Flexi-Rente, mit der die Union diesen demografie-politischen Sündenfall zu relativieren sucht, wird man das nicht behaupten können. Das steht jetzt schon fest. Denn warum sollten nun plötzlich ebenfalls hunderttausende Rentner Gefallen am längeren Arbeiten finden? Weil sie damit ihre monatlichen Altersbezüge um ein paar Euro aufstocken können?

Wohl kaum. Gewiss, das neue Modell schafft ein bisschen mehr Transparenz. Und mehr vom Hinzuverdienten darf man auch behalten. Aber bürokratisch bleibt die geplante Neuregelung allemal. 2014 gab es unter den über 800 000 Neurentnern nur 2176 Personen, die eine Teilrente mit einem Hinzuverdienst kombiniert haben. Gut möglich, dass es künftig mehr werden. Aber nur ein bisschen. Genau daran krankt auch der gesamte Beschluss der großen Koalition: Von allem nur ein bisschen. Den großen Wurf sucht man vergebens.

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