Kommentar zur Flüchtlingskrise: Wenig Hoffnung

Auch wenn erste Zahlen das Gegenteil zu belegen scheinen: Eine wirkliche Wende in der Flüchtlingskrise gibt es nicht. Ein Kommentar von Detlef Drewes

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Wenn es einen Wunsch gibt, mit dem Europa in das neue Jahr geht, dann ist es dieser: Der Druck der Flüchtlingskrise möge nachlassen. Da es noch immer keine Einigung und nur wenig Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten gibt, bleiben gerade mal acht bis elf Länder übrig, die die Last der Aufnahme tragen. Da ist es kein Wunder, wenn auch schon der kleinste Ausschlag der Zuwandererzahlen nach unten wie ein Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen gefeiert wird.

Doch bedauerlicherweise gibt es dazu wenig Anlass. Weder abschreckende Plakate in Kabul noch die Propaganda der EU in anderen Staaten, aus denen Menschen fliehen, haben etwas bewirkt. Die Überwachung des Mittelmeeres hat die Zahl der Toten, nicht aber die der Flüchtlinge gesenkt. In den geplanten Hotspots wird immer noch nicht erfasst, schärfere Grenzkontrollen wurden zwar angekündigt, aber noch nicht eingeleitet. Und mit Ankara kommt man auch nicht weiter, so dass die Zahl der zurückgehaltenen Auswanderer an den türkischen Küsten gering bleibt.

Fazit: Die Flüchtlingswelle verläuft weiter in Schüben. Eine wirkliche Wende gibt es nicht. 

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