Kommentar zu Frankreichs und Italiens Schulden: "Keine Milde zu erwarten"

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Detlef Drewes über die Verschuldung von Frankreich und Italien

Die Verschuldung von Frankreich und Italien verursacht Sorgen im Euro-Raum. Dazu ein Kommentar unseres Brüsseler Korrespondenten Detlef Drewes.

Vor den Türen, wo die Mikrofone und die Kameras eingeschaltet sind, geben sich die Finanzminister der Eurogruppe ruhig und besonnen. Hinter verschlossenen Türen lassen sie ihrer Verärgerung freien Lauf: Ausgerechnet jetzt, wo es wieder erste Signale für wirtschaftlich schwierige Zeiten gibt, kämpfen mit Frankreich und Italien zwei besonders wichtige Länder der Währungsunion gegen ihre übermäßige Staatsverschuldung. Das macht Investitionsprogramme zumindest schwierig, verunsichert Anleger und beschert dem Euroraum insgesamt unsichere Zeiten. Dabei hätten beide Länder längst ihre Versprechen einlösen können und müssen: drastische Reformen im Inneren, Rückführung des Defizits und Konsolidierung der staatlichen Ausgaben. Davon ist nicht viel geschehen.

Gleichzeitig dürfen Paris und Rom nicht auf allzu viel Verständnis hoffen, denn ein Deal für eine höhere Neuverschuldung würde das Konzept einer gestrafften Haushaltskontrolle ins Wanken bringen. Die nächsten Wochen werden viel Streit bringen. Ob dabei am Ende eine für alle verträgliche Lösung herauskommt, ist fraglich.

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