Staatschef im Fokus

Kommentar zu Frankreichs Präsident Hollande: "Sparen statt Sex"

Birgit Holzer über François Hollandes Pressekonferenz

Frankreichs Präsident Hollande hat Probleme in der Beziehung zu seiner Partnerin Valérie Trierweiler eingeräumt. Die Situation werde sich bald klären, sagte er auf einer Pressekonferenz. Dazu ein Kommentar unser Pariser Korrespondentin Birgit Holzer.

Auch ohne die Enthüllungen über François Hollandes angebliche Liebschaft mit einer 18 Jahre jüngeren Schauspielerin, zu der er sich nicht äußern wollte, wäre seiner gestrigen Pressekonferenz große Aufmerksamkeit sicher gewesen. Denn hier erklärte er den mittelfristigen wirtschaftspolitischen Kurs der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone.

Wohlklingende Schlagworte wie das vom „Verantwortungspakt“ mit den Unternehmen für mehr Jobs brachte er auch gestern wieder mit. Und doch lassen seine neuen Prioritäten aufhorchen: drastische Ausgabenkürzungen statt Steuererhöhungen, Zugeständnisse für die Unternehmen, um nicht nur auf staatlich bezuschusste Stellen zu setzen. Strukturelle Reformen kündigte er an – nicht zum ersten Mal. Wird es wieder nur bei der Ankündigung bleiben?

Gestern nahm er jedenfalls das Risiko auf sich, sich deutlicher denn je zu einer sozialliberalen Richtung zu bekennen. Den Beweis, dass er vielversprechend klingenden Worten auch wirklich Taten folgen lässt, ist er noch schuldig. Sollte ihm das gelingen, wird man ihm darüber auch private Eskapaden verzeihen.

nachrichten@hna.de

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