Kommentar zu Freispruch von Wiedeking: VW hat andere Sorgen

Freisprüche nach einem monatelangen Strafprozess: Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein früherer Finanzvorstand Holger Härter haben sich aus Sicht des Stuttgarter Landgerichts im Übernahme-Poker mit Volkswagen 2008 nichts vorzuwerfen. Ein Kommentar von Jan Schlüter.

Was lange währt, wird endlich gut – zumindest aus Sicht der ehemaligen Spitzenmanager von Porsche. Nach vielen zähen Ermittlungsjahren gab es am Freitag für den Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen Finanzmann Holger Härter den Freispruch vor dem Stuttgarter Landgericht.

Es ging nicht um Kinkerlitzchen, sondern um Milliarden. Ohnehin war der 2008 auf den Weg gebrachte VW-Übernahmeversuch durch Porsche die ganz große Nummer. Schickte sich doch ein schwäbischer Sportwagenbauer an, den Wolfsburger Weltkonzern zu schlucken.

Es kam ganz anders, heute gehört Porsche zu Volkswagen. Auch im Porsche-Piëch-Eigentümer-Clan dürfte das Urteil gestern positiv aufgenommen worden sein. Denn VW hat zurzeit anderes im Sinn, als sich um Jahre zurück liegende Scharmützel mit Investoren zu scheren. Die Sorgen in Folge des Abgasskandals reichen völlig aus.

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