Kommentar zu G7-Gipfel: Sinnvoll trotz Defiziten

+

Kanzlerin Angela Merkel ist Gastgeberin des G7-Gipfels in Bayern. Ein Kommentar zu dem Treffen der mächtigen Staats- und Regierungschefs von HNA-Redakteur Wolfgang Blieffert.

Niemand hat so viel Gipfelerfahrung wie Angela Merkel. Die Kanzlerin ist nach Heiligendamm 2007 sogar schon zum zweiten Mal Gastgeberin für die Großen dieser Welt. Deshalb weiß sie um die Kritik, die diese Mammutveranstaltungen regelmäßig auf sich ziehen. Und um die Wirkung von Bildern, die dieser Kritik die Spitze nehmen könnten. Deshalb also morgen zunächst eine zünftige Brotzeit mit Freund Barack im Dörfchen Krün, bevor anschließend der Gipfel im Hochsicherheitstrakt des Luxushotels in Schloss Elmau die Nachrichtensendungen beherrscht.

Die kritischen Stimmen wird diese Polit-Inszenierung natürlich nicht verstummen lassen. Zu offensichtlich klafften in der Vergangenheit vereinbarte Ziele und konkrete Umsetzungen auseinander. Kaum nachvollziehbar bleibt, warum der Wirtschaftsriese China nicht mit am Tisch sitzt. Geradezu widersinnig war es, Krim-Aggressor Russland auszuschließen, wo solch ein Gipfel doch die Gelegenheit böte, Wladimir Putin vereint die Folgen seiner Politik vor Augen zu führen und Wege aus der Krise zu suchen.

All das sind Defizite, über die die Gipfelteilnehmer in Elmau auch reden sollten. Denn richtig bleibt, dass diese Treffen Staaten vereint, die viele Themen – von Klimaschutz bis Entwicklungspolitik – voranbringen können. Sie tragen hohe Verantwortung, ob mit oder ohne Gipfel.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.