Kommentar zu den Gebühren bei den Geldinstituten

Angesichts der Mini-Zinsen im Euroraum werden Banken kreativer, um mit ihren Kunden Geld zu verdienen. Beispiel: Die Postbank, die ab 1. April von Kunden, die Papierbelege einreichen, 99 Cent pro Überweisung verlangen will. Ein Kommentar von Martina Hummel.

Es ist ein Ringen um Einkünfte: In der Niedrigzinsphase drehen die Banken an der Gebührenschraube, um an Geld zu kommen. Die einen probieren es über höhere Gebühren für das Girokonto, die anderen verlangen pro Papierüberweisung 99 Cent. Egal wie man es dreht und wendet: Verbraucher, Banken und Versicherer sitzen alle in einem Boot und leiden gleichermaßen unter der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die neue griechische Regierung sorgt mit ihren Vorstellungen, wie das eigene Land künftig die Krise meistern will, für weitere Verunsicherung.

Fakt ist: Die Banken müssen jede Möglichkeit nutzen, um für ihre Dienstleistungen angemessen honoriert zu werden. Zahlen muss es der Kunde. Viele Möglichkeiten, sich gegen diese Kosten zu wehren, hat der Verbraucher nicht. Er kann die Bank wechseln. Aber wer will das schon? Die Banken sollten ihre Kunden nicht übervorteilen: Wer ein simples Girokonto braucht, der sollte es auch bekommen. Und keines, das mit irgendwelchen Kombi-Produkten wie Kreditkarte gekoppelt ist. Geld verdient man auf Dauer auch nicht mit Zwangskontoauszügen und Kosten für die Bearbeitung von Reklamationen – das weiß jeder Banker. Der faire Umgang miteinander sollte auch in Krisenzeiten Bestand haben. Und das ist das beste Investment für die Zukunft.

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