Kommentar zur Gedenkfeier in Dresden: Politisch benutzt

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Wohl keine andere Großstadt in Deutschland leidet bis heute so an den Folgen des Krieges wie Dresden. Ein Kommentar von Stefan Vetter zur Gedenkfeier in Dresden und zu Gaucks Rede.

Die Zerstörung ihrer barocken Pracht in jener Schreckensnacht des 13. Februar 1945 hat tiefe Spuren im kollektiven Bewusstsein der Sachsen-Metropole hinterlassen.

In seiner Gedenkrede hat Joachim Gauck allerdings auch daran erinnert, dass das Leid von Dresden so stark politisch instrumentalisiert wurde wie kaum ein anderes: anfangs von den Nazis, später von der SED, und heute von Rechtsexremisten bis hin zu Pegida-Anhängern, die die Erinnerung an das Dresdener Inferno für nationalistische und fremdenfeindliche Parolen missbrauchen.

Ihnen hat der Bundespräsident ins Stammbuch geschrieben, Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln. Wer der Opfer in der deutschen Zivilbevölkerung gedenkt, der darf das unermessliche Leid nicht vergessen, das die Nazis mit ihrem barbarischen Eroberungsfeldzug über Juden, Russen, Polen und viele andere brachten. Dies hat Gauck eindringlich klar gemacht. Und dafür gebührt ihm Dank.

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