HNA-Meinung

Kommentar zu Gerhard Schröders Geburtstags-Party: "Ohne Instinkt"

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Ullrich Riedler über Gerhard Schröders Feier mit Putin

Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist für seine Geburtstagsfeier mit inniger Umarmung des russischen Präsidenten Wladimir Putin mitten im Ukraine-Konflikt scharf kritisiert worden. Ein Kommentar von Nachrichten-Redakteur Ullrich Riedler.

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Gerhard Schröder war schon immer aus besonderem Holz geschnitzt. Kein Mann fürs Gedöns, ein Genosse der Bosse. Einer, der mit mutigen Reformen seiner Partei zwar das Herz brach, unser Land aber nachhaltig vorangebracht hat. Nun war Schröder wegen einer Sitzung des Aufsichtsrats der Nord Stream AG in St. Petersburg. Das ist soweit nicht verwerflich, schließlich ist er Vorsitzender des Aktionärsausschusses des Unternehmens, das eine Gas-Pipeline in der Ostsee betreibt.

Aus Schröders Sicht war es auch legitim, mit seinem Freund Wladimir Putin, dem er einst nicht absprach, „lupenreiner Demokrat“ zu sein, hinterher noch im Jussupow-Palais einen festlichen Empfang anlässlich seines 70. Geburtstags zu besuchen. Sollte das bilaterale Realpolitik auf persönlicher Ebene sein?

Inmitten einer Krise in Europa mit bedrohlichen Ausmaßen, bei der auch deutsche OSZE-Beobachter von pro-russischen Separatisten als Geiseln gehalten werden, kann man allerdings zu einem ganz anderen Urteil kommen. Der Alt-Kanzler ramponiert durch derlei Gebaren und Fotos von herzlichen Umarmungen mit Putin seinen Ruf. Instinktlos könnte man das diplomatisch nennen oder unverblümter: ruchlos.

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