Kommentar zum Gipfel zwischen EU und Russland: "Der Blitzgipfel"

Das Verhältnis zwischen Russland und der EU ist wegen der Lage in der Ukraine angespannt. Ein Gipfel mit Präsident Wladimir Putin brachte kein konkretes Ergebnis. Ein Kommentar unseres Korrespondenten Detlef Drewes.

Die späte Einsicht Moskaus und Brüssels, man habe eben nur nicht genug miteinander geredet, ist zu billig. Man hätte früher voneinander lernen können, was die EU mit östlicher Partnerschaft meint und warum Russland sich durch die Ausdehnung der Union nach Osten so sehr auf den Schlips getreten fühlt. Aber so einfach ist das nicht: Putin lenkte nicht ein, er versuchte lediglich, ein bisschen Entspannung für die Olympische Show in Sotschi zu bekommen.

Aber auch die Europäer mochten sich nicht korrigieren, obwohl sie für die Partnerschaft mit den ehemaligen Sowjetrepubliken geworben hatten, als ginge es um eine Erweiterung der Gemeinschaft. Das war nie das Ziel.

Tatsächlich haben Moskau und Brüssel nicht nur ungeklärt gelassen, was sie eigentlich wollen, sondern auch übersehen, dass sich Kiew und die anderen Hauptstädte der Region sehr wohl mit beiden Seiten einlassen können, um endlich wirtschaftlich und demokratisch auf die Beine zu kommen. Genau das wird nun nachgeholt. Dafür ist es zwar nicht zu spät. Aber man hätte viel politischen Flurschaden, vor allem viel menschliches Leid vermeiden können.

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