Kommentar zur Gleichberechtigung: Eine bleibende Aufgabe

Tibor Pézsa über Gleichberechtigung von Mann und Frau

Für die Frauenbewegung ist der 12.November 1918 ein historischer Tag: Im Zuge der Revolutionswirren nach dem verlorenen Krieg verkündet der Rat der Volksbeauftragten, dass in Deutschland künftig auch Frauen wählen dürfen. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

Wahlrecht für Frauen? Heute erscheint uns das als selbstverständlich, als historische Randnotiz. Und doch bietet das Datum allen Anlass nachzudenken.

Wer heute mitten im Leben steht, ist in einer Zeit groß geworden, in der Ehemänner ihren Frauen das Arbeiten verbieten durften. Auch wenn das in den 1970er Jahren nur noch die Ausnahme gewesen sein dürfte, so macht es doch einen riesigen Unterschied, ob man - pardon: frau - ein Recht hat oder abhängig vom Partner Glück oder Pech.

Machen wir uns nichts vor: Wenig bis nichts ist selbstverständlich im Kampf um Gleichberechtigung. Noch immer sind viele Frauen von Männern abhängig - zum Guten wie zum Schlechten. Die durchschnittliche Rentenerwartung bei Männern liegt bei über 1000 Euro. Bei Frauen: unter 600 Euro.

Immer wieder müssen Frauen in Frauenhäuser flüchten, weil sie von Männern bedroht werden. Das ist in unserer Einwanderungsgesellschaft oft auch ein kulturelles Problem.

Einiges ist erreicht, vieles bleibt zu tun. Gleichberechtigung bleibt unsere Aufgabe. Stellen wir uns.

Unseren Autor erreichen Sie per Mail unter: tpa@hna.de

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