Kommentar zum Gleichstellungsurteil: Kollektives Versagen

Das Bundesverfassungsgericht hat Donnerstag geurteilt: Die Ungleichbehandlung von Ehen und eingetragenen Lebenspartnern ist verfassungswidrig. Ein Kommentar.

"Der Spruch der Verfassungsrichter zur steuerlichen Gleichstellung von eingetragenen homosexuellen Partnerschaften mit Ehen ist eine Ohrfeige vor allem für CDU und CSU. Wer Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, verstößt gegen Grundgesetz und höchstrichterliche Rechtsprechung - an dieser Stelle kann es keine Diskussion mehr geben.

Tibor Pézsa über das Gleichstellungsurteil

Dass sich das mediale und politische Deutschland dennoch mit einem Randproblem wie der Homoehe aufhält, geht auf Angela Merkels Untätigkeit in dieser Frage zurück. Sie und ihre Union ignorieren seit Jahren aber auch, dass die höchstrichterlich festgestellte Benachteiligung von Familien und Kindern in unserem Land nicht endlich und dauerhaft abgestellt wird.

Es ist zum Haareraufen: Als ob die Zukunft unseres Landes von ein paar Homosexuellen abhinge und nicht vom Erfolg vieler Millionen Familien und Kinder. Das Ehegattensplitting ist aus der Zeit gefallen, weil es heute oft nur noch Paare fördert, aber keine Familien. Was wir brauchen, ist aber eine massive Familienförderung im Sinne des Bundesverfassungsgerichts, keine Politik, die sich in Shownummern erschöpft und auch keine Medien, die jeden Quatsch des Tages mitflöten."

tpa@hna.de

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.