Glyphosat im Bier: Wirklich keine notwendige Grundzutat

Eine Studie des Münchner Umweltinstituts ergab eine erhöhte Belastung von Bier durch das umstrittene Pestizid Glyphosat. Dazu ein Kommentar unseres Redakteurs Wolfgang Blieffert.

Das Wichtigste vorweg: Man müsste schon täglich Hunderte Liter Bier trinken, um angesichts der nun festgestellten Werte von Glyphosat die eigene Gesundheit zu gefährden. Doch der Durchschnittsdeutsche schafft nur 107 Liter Bier - im Jahr. Die Untersuchungen des Münchner Umweltinstituts tragen insofern alarmistische Züge.

Aber: Zum 500. Geburtstag des deutschen Reinheitsgebotes für Bier erinnert die Studie eben auch daran, dass Glyphosat nun wirklich nicht zu den Grundzutaten des Bieres - Wasser, Hopfen und Getreidemalz - gehört. Glyphosat ist ein Pestizid, wird von der Weltgesundheitsorganisation als erbgutschädigend und wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft.

Und weil Glyphosat im Gartenbau wie in der Landwirtschaft eingesetzt wird, können Spurenelemente über die Nahrungskette beim Menschen landen. Auch in Getreide und Backwaren wurde der Stoff bereits nachgewiesen. Dass die EU-Kommission die Zulassung von Glyphosat in diesen Tagen um 15 Jahre verlängern will, ist ein Verstoß gegen Fürsorgepflichten des Gesetzgebers. Ziel muss weniger Chemie in den Böden sein, nicht mehr.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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