Kommentar zur Großwildjagd: "Widerliche Gelüste"

Reiche Amerikaner und Europäer gehen in Afrika auf Großwildjagd. Sie zahlen hohe Summen, um Löwen schießen zu können. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteur Peter Klebe

Viele Länder Afrikas sind bettelarm. Hier führen täglich Menschen einen Kampf ums Überleben, verhungern Kinder, herrscht unvorstellbare Not. Simbabwe ist zu Recht irritiert, dass weltweit um einen erschossenen Löwen getrauert wird, während sich kaum jemand für die politischen und wirtschaftlichen Probleme des Landes zu interessieren scheint.

Und dennoch muss die grausame Großwildjagd in Afrika aufrütteln. Es darf nicht sein, dass reiche Amerikaner und Europäer die Not der Länder ausnutzen und mit Unsummen winken, um ihre widerlichen Jagdgelüste zu befriedigen. Die Behauptung, gezieltes Bejagen fördere die Artenvielfalt und den Tierreichtum, ist nicht belegt. Sie ist ein Vorwand. Reichen Großwildjägern geht es nicht um Naturschutz, sondern um Eitelkeiten. Trophäen der „Big Five“ - Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard - sind in manchen Kreisen begehrt.

Wer Afrika wirklich helfen will, hat andere Möglichkeiten. Entwicklungshilfe, fairer Handel, Programme für Schulen und Universitäten, Förderung des Gesundheitswesens. Die faszinierende Tierwelt Afrikas ist einmalig und muss späteren Generationen erhalten bleiben. Mit Geld aufzuwiegen ist sie nicht.

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