Kommentar zum Hells-Angels-Verbot: "Schlag der Befreiung"

Das Verbot der Rockergruppe Hells Angels mag noch so lange und sorgsam vorbereitet worden sein - es wirkt dennoch wie ein Befreiungsschlag für Boris Rhein.

Der vor zwei Wochen gestreute Verdacht, er selbst könne mit den Kriminellen zu tun gehabt haben, hatte den hessischen Innenminister tief getroffen - zu Recht, so die allgemeine Meinung. Denn die Belege für eine solche, dem politischen Selbstmord gleich- kommende Verbindung waren gar zu dürftig.

Artikel zum Kommentar:

- Hessens Innenminister verbietet Frankfurter Hells Angels

Nun also sind die Clubs verboten, die insbesondere im Frankfurter Bahnhofsviertel kriminell aktiv sind. Das ist gut; und man kann Rhein nur wünschen, dass seine Gründe für ein Verbot auch tatsächlich belegbar sind. Schon das ein oder andere Mal war der smarte Frankfurter übers Ziel hinaus geschossen.

Aber selbst mit einem Verbot allein ist es nicht getan, daraus werden aus Höllenengeln noch keine braven Staatsbürger. Und das ist nicht alles: Auch das Leck bei der Polizei ist noch nicht gefunden. Wer hat eine Razzia verraten? Und wer hat die Abhörprotokolle gestreut?

Für Boris Rhein bleibt also trotz des Befreiungsschlages eine Menge zu tun.

Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl

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