Wachstumsprognose sinkt

Kommentar zum Herbstgutachten der Wirtschaftsinstitute: Vertrauen schwindet

Auftragseinbruch, Produktionsminus, Exportrückgang - die deutsche Wirtschaft schwächelt. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute senkten ihre Wachstumsprognose für Deutschland für 2014 und 2015 deutlich. Der Druck auf die Politik wächst. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

Die grundlegenden Daten der deutschen Wirtschaft sind nach wie vor gut. Und dass es nach einem Aufschwung wieder bergab geht, gehört zu den Selbstverständlichkeiten der Wirtschaft. Doch das Gutachten der Wirtschaftsinstituteist dennoch eine Warnung, verbunden mit einer Ohrfeige für die Bundesregierung.

Wer investieren will, braucht Vertrauen. Dass Milliarden in Rentengeschenke für ausgewählte Jahrgänge fließen, hilft der Wirtschaft nicht. Der flächendeckende Mindestlohn wirkt kontraproduktiv. Schon hat etwa die Taxibranche Kündigungen und Preissteigerungen angekündigt. Und dass wir viele hundert Millionen Euro für Prämien an Eltern zahlen, wenn sie ihre Kinder von der Kita fernhalten, ist und bleibt ein Stück aus dem Tollhaus.

Natürlich sind vor allem die internationalen Krisen, insbesondere die Russland-Sanktionen für den Exportrückgang verantwortlich. Doch zu Recht weisen die Wirtschaftsexperten auf die Unsicherheiten im Euroraum hin. Dessen Geburtsfehler sind immer noch nicht behoben. Im Gegenteil. Sie werden mit immer wahnwitzigeren Methoden verschoben und verschlimmert. All das - siehe oben - kostet Vertrauen.

Unseren Autor erreichen Sie per Mail: tpa@hna.de

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