Kommentar zum Hunger in Afrika: Globales Problem

In Ländern im Süden und Osten Afrikas herrschen wegen einer Dürre erneut Hunger und Durst. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Peter Klebe

Die Bilder von verhungernden Kindern und ausgebranntem, von Dürre gezeichnetem Land sind schrecklich und lassen kaum jemanden kalt. Aber so aufrüttelnd sie auch sein mögen, angesichts der täglichen Nachrichten von Krieg und Terror, von Flucht und Gewalt verblassen sie schnell wieder. Zu schnell. Denn Hunger und Armut gehören zu den gravierendsten Problemen der Menschheit.

Natürlich: Das Wetterphänomen El Nino, das für die Dürre in Teilen Afrikas mit verantwortlich ist, kann niemand direkt beeinflussen. Auch der Klimawandel ist so weit fortgeschritten, dass er zumindest kurzfristig nicht gebremst werden kann.

Das ist aber kein Freibrief, Afrika im Stich zu lassen. Angesichts der Flüchtlingskrise betonen Politiker aller Parteien gebetsmühlenartig, man müsse die Ursachen bekämpfen. Für Afrika dürfen das nicht nur die üblichen Sprüche bleiben: Fairerer Handel, weniger Ausbeutung, Maßnahmen gegen Korruption, Hilfe bei der Demokratisierung - die Liste, die arme Bevölkerung zu unterstützen, ist lang. Legt Europa weiter die Hände in den Schoß, werden wir ganz andere und weitaus größere Flüchtlingsströme bekommen. Mit unabsehbaren Folgen.

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