Kommentar zum IAEA-Bericht: Harte Sanktionen für den Iran

Klartext von den Atomwächtern: Der Iran hat laut einem IAEA-Bericht an Atombomben gearbeitet. Nun müssen harte Sanktionen der Staatengemeinschaft folgen, meint unser Kommentator.

Der Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde über das iranische Atomprogramm ist eindeutig. Auch wenn manche der für Atomwaffen benötigten Komponenten auch für andere Zwecke benutzt werden können, strafen die Prüfer der UN-Atomenergiebehörde den Iran Lügen. Dass dessen Präsident Ahmadinedschad Israel von der Landkarte tilgen will, hat der stets offen gesagt.

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Dennoch ist das seit Wochen anschwellende Säbelrasseln wohl kaum Vorbote eines neuen Waffengangs in Nahost, sondern sein Ersatz. Israel könnte den daraus resultierenden Krieg nicht auf Dauer führen. Die USA wollen ihn nicht führen. So wird es auch nach dem neuen Bericht der Atomenergiebehörde wohl nur um schärfere Sanktionen gegen Iran gehen. Immerhin. Unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges kämpfen Tel Aviv und Teheran seit Jahren verbissen gegeneinander.

Tibor Pézsa, Politikchef

Da ist nicht entscheidend, ob nun israelische Bomber öffentlich langstreckentauglich gemacht werden oder ob die Amerikaner genauso öffentlich spezielle Bunkerbrecher-Bomben nach Tel Aviv liefern. Auf dem eigentlichen Schlachtfeld sterben iranische Atomwissenschaftler bei mysteriösen Anschlägen, feuern Hisbollah und Hamas Raketen auf israelische Zivilisten, und der Computerwurm Stuxnet zerstört Industrieeinrichtungen der Iraner.

Das Ringen wird noch eine Weile weitergehen. Israel hat keine Wahl, der Iran aber sehr wohl. Harte Sanktionen der Staatengemeinschaft müssen dem IAEA-Bericht folgen. Sie können dem Iran beim Nachdenken helfen.

Von Tibor Pézsa

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