Kommentar zum illegalen Handel mit Welpen: "Brutal und gewissenlos"

HNA-Redakteur Peter Klebe

Der illegale Handel mit Hundewelpen ist ein Millionengeschäft in ganz Europa und nimmt weiter zu. Teils werden die Tiere unter erbärmlichen Bedingungen transportiert. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Peter Klebe.

Es ist ein brutales und gewissenloses Geschäft: Nahezu täglich sind illegale Transporte mit Tierkindern auf Europas Straßen unterwegs. Viele Welpen werden mit gefälschten Papieren angeboten und wie Ramschware verhökert. Manchmal auf Parkplätzen direkt aus dem Kofferraum, manchmal bei Händlern, die sich den Anschein des Seriösen für ihre dunklen Machenschaften geben. Tragisch: Die Hunde sind später oft nicht zu sozialisieren, werden krank und sterben jung.

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Auch deshalb tut sich ein Kunde, der manchmal vielleicht sogar ahnungslos zugreift, keinen Gefallen. Die später anfallenden Tierarztkosten sind meist hoch und übersteigen das vermeintlich beim Kauf gesparte Geld um ein Vielfaches.

Tiere sind kein Spielzeug und keine Ware zum Verramschen. Seriöse Züchter wissen das und beraten ihre Kunden entsprechend. Nur wenn die Nachfrage nach illegal eingeführten Hunden sinkt, wird auch der Anreiz kleiner.

Amtstierärzte und Behörden müssen bei Händlern, die Billighunde aus dem Ausland beziehen, hart durchgreifen, Verantwortliche müssen bestraft werden. Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit Jahren zu Recht ein Heimtiergesetz mit der generellen Pflicht, Welpen zu registrieren und zu kennzeichnen. Das alles kann das Leid der Tierkinder zumindest verringern. Ganz aufhören wird es wohl leider nie.

Schreiben Sie eine Email an den Autor: kle@hna.de

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