"Titanic" plant offenbar Islam-Ausgabe

Noch eine Mohammed-Karikatur? Ein Kommentar

Die Veröffentlichung einer Islam-Ausgabe im Satire-Blatt „Titanic“ könnte die Wut der Demonstranten wieder auf Deutschland lenken. Auf dem Entwurf des Titelblatts soll möglicherweise Bettina Wulff in den Armen Mohammeds zu sehen sein. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Josè Pinto.

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Was müssen wir uns von selbsternannten Künstlern, Satire- Journalisten und verrückten Extremisten noch alles bieten lassen? US-Präsident Obama im Bett eines Taliban-Kämpfers? Des Papstes entblößtes Hinterteil via Mekka gerichtet? Oder Mohammed im Arm eines nackten Pornostars? Der entfesselte Wettlauf der Geschmacklosigkeit in Satiremagazinen und Internet-Filmchen kennt offenbar keine Grenzen.

Wäre die Situation nicht so gefährlich, könnte man die aktuellen Islam-Beleidigungen als Fußnote der Geschichte abtun. Aber in der jetzt aufgeheizten Stimmung zwischen muslimischer und westlicher Welt sind die provokanten Karikaturen Öl ins Feuer derer, die die Geschmacklosigkeiten gern als willkommenen Anlass nehmen, den Hass gegen den Westen weiter zu schüren. Und das wiederum ruft das rechtsradikale Gesindel auf den Plan, das seinerseits Kapital aus den gewalttätigen islamistischen Protesten zu schlagen versucht. Ganz abgesehen davon beleidigen die Bilder alle Moslems - und je nach Lust und Laune der verrmeintlichen Possenreiter - auch Christen und andere religiöse Menschen.

Und witzig sind sie auch nicht. Was also soll das alles? Geht es um etwa Kunst, Meinungs- und Pressefreiheit, abendländische Werte, Demokratie? Mitnichten: Bei Titanic und Co geht es vor allem um Auflage. Dass die offensichtlich nur noch mit beleidigendem und gefährlichen Unsinn gesteigert werden kann, ist ein Armutszeugnis für Satire-Magazine schlechthin und wirft auch ein Licht auf deren Leserschaft.

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