Kommentar zu Japans Ausstieg aus dem Atomausstieg: "Zahlen helfen nicht"

Petra Wettlaufer-Pohl über Folgen von Fukushima

Trotz der Atomkatastrophe vor vier Jahren in Fukushima setzt Japan auch in Zukunft weiter auf Atomenergie. Dazu ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl:

Der Laie reibt sich verwundert die Augen: Kein Anstieg der Krebsrate nach Fukushima, kann das sein? Wohl eher nicht, glaubt man den Kritikern von Unscear, die Zehntausende an Krebskranken prophezeien. Oder sind diese Zahlen vielleicht übertrieben?

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Die meisten Menschen können weder die Statistiken von Unscear noch die Hochrechnungen und Schätzungen derUnscear-Kritiker wirklich nachvollziehen. Wohl aber sehen sie die Bilder, die uns dank moderner Kommunikation im Wohnzimmer begegnen: Menschliches Leid, an jenem 11. März 2011 verursacht von einer Kettenreaktion aus Naturereignis und Atomkatastrophe, die uns einmal mehr klar gemacht hat, dass Kernkraft nicht sicher ist.

Und dass eine Krebsrate allein nichts aussagt über die Folgen des Atomunfalls. Dazu zählen für immer unbewohnbare Landstriche, Menschen, die die Evakuierung nicht überlebten, um Hab und Gut gebrachte Familien, psychisch Kranke, die nie wieder angstfrei leben können.

Die deutsche Gesellschaft hat sich dagegen entschieden, mit einer Technik leben zu wollen, bei der man solche Folgen nicht ausschließen kann. Und niemand wird sich nach Kernkraftwerken zurücksehnen, weil die Krebsrate in Japan möglicherweise wirklich nicht steigt. wet@hna.de

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