Bildungserfolg vom Geldbeutel der Eltern abhängig

Kommentar zur Studie über Jugendarmut: Viel Luft nach oben

Laut einer Bertelsmann-Studie ist in der EU jeder Dritte unter 18 Jahren von Armut bedroht. Ein Kommentar von Stefan Vetter.

Die Arbeitslosigkeit junger Leute in Europa erreicht schwindelerregende Höhen: In Spanien ist zurzeit fast jede zweite Erwerbsperson im Alter zwischen 15 und 25 arbeitslos. Und selbst in Italien liegt die entsprechende Quote bei fast 41 Prozent. Da verwundert es nicht, dass die Bertelsmann-Stiftung die jüngere Generation Europas zu den großen Verlierern der jüngsten Wirtschafts- und Schuldenkrise zählt – ein Armutszeugnis für die EU.

Selbst Deutschland hat keinen Grund, sich in Selbstzufriedenheit zu sonnen, auch wenn die Jugendarbeitslosigkeit hier eher Randerscheinung ist. In der Gesamtbewertung der Experten, die auch Aspekte wie Bildung oder Generationengerechtigkeit einschließt, ist noch viel Luft nach oben. In keinem entwickelten Industriestaat ist der Bildungserfolg so stark vom Geldbeutel der Eltern abhängig wie in Deutschland.

Nicht nur die südeuropäischen Krisenstaaten müssen also auf den Boden der Tatsachen kommen. Auch Deutschland kann für seine junge Generation noch eine Menge mehr tun.

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