Kommentar zur Kalilaugen-Versenkung: Und wo ist Plan B?

Die Versenkung hochkonzentrierter Salzabwässer im Kalirevier ist ein Auslaufmodell.

Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Große Teile der seit 1925 versenkten Laugen laufen irgendwo im Grundwasserleiter Buntsandstein herum, keiner weiß wo. Ein Computermodell, das die Genehmigungsbehörde K+S schon 2011 zur Auflage gemacht hat, um die Ausbreitung der Fluten zu kontrollieren, schafft dies immer noch nicht. Und Umweltfachbehörden der Länder Hessen und Thüringen raten seit Jahren zu schnellem Ausstieg aus der Versenkung.

Für solche Situationen haben Konzerne in der Gewichtsklasse von K+S immer einen Plan B. 90 Jahren Versenkung trotz aller Unwägbarkeiten jetzt sechs weitere hinterherschicken? Nach einer Milliarde Kubikmeter nun noch zwölf Millionen durchdrücken?

Das ist der Plan hoffentlich nicht. Spätestens wenn in Thüringen 2016 möglicherweise Anklage erhoben wird wegen der Versenkung dort, wenn das Computermodell weiter nicht läuft, werden aber auch Aktionäre und Mitarbeiter nach Plan B fragen. 

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