Kommentar zur Kanzlerkandidatur: "Im Zenit"

Angela Merkel (CDU) hat sich offenbar entschieden, 2017 erneut für das Amt der Bundeskanzlerin zu kandidieren. Offiziell äußert sie sich aber erst Anfang 2016. Ein Kommentar von Werner Kolhoff.

Es liegt allein in der Hand von Angela Merkel, wie die nächste Bundestagswahl ausgeht. Wenn die Kanzlerin wieder antritt, hat sie schon gewonnen. Wenn es nicht sogar die absolute Mehrheit wird, kann sie auswählen: Große Koalition oder, wahrscheinlicher, Schwarz-Grün.

Derzeit gibt es nicht das geringste Anzeichen, dass die CDU-Chefin verzichten wird. Sie ist mit 61 Jahren jung genug, sie steht im Zenit ihres Schaffens und, was entscheidend ist, sie weiß, dass ohne sie die Union fast nichts ist. Merkel ist nicht eitel, das spricht für eine Machtübergabe zur rechten Zeit, die nach dann zwölf Amtsjahren 2017 eigentlich gekommen wäre. Aber sie ist auch nicht verantwortungslos. Das spricht klar dagegen, schon jetzt zu gehen.

Es ist schon richtig, was Schleswig-Holsteins Torsten Albig seinen Genossen riet: Wenn Merkel 2017 antritt, brauchen die Sozialdemokraten keinen Kanzlerkandidaten. Wohl eher, möchte man hinzufügen, einen Notfallseelsorger. Aber, das ist das Dilemma, wenn die SPD sich gar nicht mehr bewirbt, braucht sie den Seelsorger sofort.

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