Kommentar zu Karstadt und Kaufhof: Fusion wäre vernünftig

Über eine Fusion von Karstadt und Kaufhof wird schon lange spekuliert. Doch macht eine solche Deutsche Warenhaus AG überhaupt Sinn? Vernünftig wäre es allemal meint Martina Hummel.

Die Idee ist nicht neu: Seit Jahren wird darüber nachgedacht, ob sich eine Fusion von Kaufhof und Karstadt zur Deutschen Warenhaus AG lohnt. Vernünftig wäre sie allemal.

Denn für diese Elefantenhochzeit spricht vor allem der harte Wettbewerb. Da gibt es nicht nur Internetriesen wie Zalando, die die Preise drücken, sondern auch die Preisaggressiven wie H & M und Primark in direkter Nachbarschaft in den Fußgängerzonen. Eine größere Einkaufsmacht könnte die Position der Kaufhäuser im Wettbewerb verbessern.

Die Leidtragenden wären auf jeden Fall die Beschäftigen in jenen Städten, an denen sich Karstadt und Kaufhof befinden. Dort wird es sicherlich zu Entlassungen kommen. Alle anderen dürfte die Fusion wenig berühren. Ohne einen Zusammenschluss könnte es weit schlimmer kommen. Denn allein wird es der angezählte Karstadt-Konzern schwer haben, wieder auf die Beine zu kommen. Dies könnte weit größere Entlassungswellen nach sich ziehen.

Für Karstadt wäre die Fusion somit der nötige Befreiungsschlag. Der Metro-Konzern, zu dem Kaufhof gehört, wäre auch nicht unglücklich. Denn die Warenhäuser gehören schon länger nicht mehr zum Kerngeschäft des Handelsriesen, weil sie zu wenig Wachstumspotenzial haben und sich auch nicht für das weltweite Geschäft eignen.

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