Kommentar zum neuen Mainzer Regierungsteam: Kluger Schachzug

Petra Wettlaufer-Pohl über Malu Dreyers Kabinetts- umbau

Weil Kritik am Nürburgring-Debakel nicht abreißt, stellt Malu Dreyer (SPD) ihr Mainzer Regierungsteam neu zusammen. Spät aber klug, meint HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl

Malu Dreyers herzliches Lachen ist über Rheinland-Pfalz hinaus bekannt. Eine Politikerin zum Anfassen – aber auch eine starke Ministerpräsidentin? Dass sie sich gegen die lange als Kronprinzen gehandelten SPD-Männer Roger Lewentz und Hendrik Hering als Nachfolgerin von Kurt Beck hatte durchsetzen können, war sicher nicht nur dem strahlenden Lächeln geschuldet, sondern auch einem guten Stück Machtbewusstsein.

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Malu Dreyer weiß, was sie will. Ihr radikaler Kabinettsumbau unterstreicht das: Wenn auch spät, entledigt sie sich jetzt derer, die bei der Landtagswahl 2016 eine Belastung wären. Dabei ist es ein kluger Schachzug, sich nicht nur auf das Nürburgring-Desaster zu konzentrieren. Dreyer will mit einem neuen, unbelasteten Team punkten, ohne die Partei zu verprellen: Der dort beliebte SPD-Landesvorsitzende Lewentz bleibt auf seinem Posten.

Der Ruf der ebenso ehrgeizigen CDU-Kontrahentin Julia Klöckner nach vorgezogenen Neuwahlen dürfte ungehört verhallen.

E-Mail an die Autorin: wet@hna.de

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