Kommentar zum Koalitionsgipfel: Porzellan zerschlagen

Parteipolitik statt Regierungshandeln - das ist fatal, meint HNA-Korrespondent Hagen Strauß.

Die Bewältigung des Flüchtlingsstroms ist vermutlich eine noch größere Herausforderung als die Wiedervereinigung. Doch die große Koalition macht weiter auf zickig und bockig. Ist das ein Zeichen von Hilflosigkeit, vielleicht sogar von einem nahenden Ende?

Soweit ist es noch lange nicht. Zumindest die Union konnte sich gestern nach langem und heftigem Streit auf gemeinsame Positionen in der Flüchtlingspolitik verständigen. Wobei die Kanzlerin der CSU schon vorher ihre Unterstützung bei den Transitzonen zugesichert hatte, um die Schwesterpartei ein wenig zu beschwichtigen. Die Frage ist nun jedoch, wie die Union ihren Koalitionspartner SPD überzeugen will.

Ist jetzt aber wieder alles gut bei der Union? Sicherlich nicht. In den letzten Wochen ist viel Porzellan zwischen CSU und CDU zerschlagen worden. Horst Seehofer hat mit seinen Attacken an Merkels Ruf der Unbesiegbaren, der Erfolgsgarantin nachhaltig gekratzt. Das Vertrauen zwischen Merkel und Seehofer dürfte dahin sein. In der jetzigen Situation, wo täglich Tausende Menschen nach Deutschland kommen, ist das für Regierungsparteien fatal.

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