Kommentar zu Polizei in Hessen: Land ändert den Kurs

Eine Übersicht zeigt: In Hessen kommen auf 100.000 Einwohner vergleichsweise wenige Beamte. Ein Kommentar von Politikredakteur Max Holscher.

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Sparen und Stellen abbauen. Das war die Linie der Landesregierung in den vergangenen Jahren. Schließlich soll spätestens 2020 ein ausgeglichener Haushalt her – das Resultat wird jetzt deutlich: Hessen ist bei der Zahl der Polizisten pro 100.000 Einwohner mit am schlechtesten in Deutschland aufgestellt.

Damit stellt sich die Frage: Wie sicher sind wir eigentlich in Hessen? Das lässt sich aber mit dem Blick auf die Polizeidichte allein nicht beantworten. Mehr Präsenz ist nicht gleichbedeutend mit mehr Sicherheit. Allerdings kann man anhand der Zahlen und dem Handeln des Innenministeriums einen Trend erkennen: Das Land Hessen revidiert langsam seinen Kurs.

Denn beim Sparen an den falschen Ecken ist es wie bei einer zu kurzen Decke: Eine Seite erwischt es immer kalt. Diese Entwicklung wird insbesondere dann sichtbar, wenn neue Probleme in den Fokus rücken – etwa Einwanderung oder Terrorismus. Dann wird Personal dahin verschoben, wo es brennt, andere Bereiche rücken in den Hintergrund. Das kann kein Dauerzustand sein.

Deswegen ist es richtig, das Personal aufzustocken. Ob das reichen wird, vermag niemand zu sagen. Eines ist aber klar: Die Aufgaben werden in der kommenden Zeit nicht weniger.

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