Kommentar zur Lebensdauer von Haushaltsgeräten: "Streit um Worte"

Seriöse Informationen zur geplanten Lebensdauer von Geräten wären für den Verbraucher von Vorteil, meint HNA-Redakteur Wolfgang Riek. Ein Kommentar.

Nein, die Anweisung, Schrottteile in ein Gerät zu bauen, um schnell ein neues verkaufen zu können, wird in Deutschland wohl kein Ingenieur bekommen. Kostenvorgaben hingegen schon - dann werden Metallteile schnell mal durch Kunststoff ersetzt, Akkus fest ins Gerät eingeschweißt, geht billig eben auch zulasten von Langlebigkeit.

Gesundes Misstrauen zählt zu den Tugenden aufgeklärter Verbraucher. Denn Werbung verspricht fast alles. Dass aber Ablauf der Gewährleistung und Exitus des Elektrogerätes zuweilen verdächtig nahe beieinanderliegen, hat mancher Kunde schon selbst erlebt.

Ob die Strategie gezielte Produktplanung heißt oder – etwas direkter – eingebauter Verschleiß, das ist ein Streit um Worte, letztlich egal. Betrug nachzuweisen, gar Schadenersatz zu erkämpfen, übersteigt die Möglichkeiten des Einzelnen so oder so. Mindestvorgaben zu Reparierbarkeit und Ersatzteilhaltung, offene, seriöse Infos zur geplanten Lebensdauer von Geräten in Betriebsstunden – sie könnten, neben dem Preis, beim gezielten Kauf helfen.

Jeans mit Löchern im Bein ab Fabrik könnten trotzdem feilgeboten werden - über Verschleiß kann sich da wirklich keiner täuschen.

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