Kommentar zu Lebensmitteln für Kinder: "Ungesunde Werbung"

Dass Milchschnitte, Monsterbacke und Co. nicht gesund sind, sondern nichts anderes als Süßigkeiten, wird für viele keine Überraschung sein. Ein Kommentar von Carolin Hartung.

Denn die Produkte stehen nicht zum ersten Mal in der Kritik. Verbraucherschützer fordern deshalb bereits seit Jahren striktere Richtlinien für die Lebensmittelwerbung. 2007 haben sich die Hersteller freiwillig dazu verpflichtet, keine Werbung für ungesunde Produkte an Kinder unter zwölf Jahren zu richten.

Getan hat sich seitdem nichts. Die freiwillige Verpflichtung ist eine Mogelpackung - sie diente lediglich dazu, das Image der Hersteller aufzubessern, aber nicht, um die Jüngsten vor zu viel Zucker und Fett zu schützen. Das wäre aber dringend nötig, denn mittlerweile ist jedes sechste Kind zu dick. Etwa 30 000 Kinder und Jugendliche leiden an Diabetes - die Zahl steigt jährlich um bis zu vier Prozent.

Schaut man sich die großen Gewinnmargen der Süßwaren-Industrie an, ist es nicht verwunderlich, dass kein Hersteller Interesse daran hat, den Verkauf der Waren einzudämmen. Smarties spülen mindestens dreimal so viel in die Kasse wie Äpfel. In der Pflicht sind die Eltern. Sie müssen ihren Kindern den richtigen Umgang mit Lebensmitteln vorleben.

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